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Schlagwort: Müdigkeit

Ich bin genervt

Heute komme ich einfach nicht aus dem Quark. Gestern abend war Schulelternbeiratssitzung. Es wurde gewählt und gewählt und gewählt. Und über den Wahlmodus diskutiert. Im Schulgesetz nachgelesen. Ausgezählt, Ämter angenommen. Herzlichen Glückwunsch und auf gute Zusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren!

Einerseits ist es ja toll, dass es so viel Mitbestimmung in Schulen gibt: Elternabende, Elternbeiräte, Schulelternbeiräte, Stadtelternbeiräte, Fachkonferenzen, Schulkonferenzen – das ist jetzt nur die Elternseite. Aber so richtig transparent ist das Ganze ja doch nicht. Ich bin jetzt im vierten Jahr Elternbeirat und ich könnte immer noch nicht begründen, warum ich eine Person in ein Gremium wählen sollte und die andere nicht. Es werden die gewählt, die es machen wollen. Wirkliche Wahlen zwischen mehreren Kandidaten gibt es ja fast nie.

Die Wählerei zog sich gestern bis halb elf, um kurz vor elf war ich zu Hause. Und ich kann dann nicht sofort schlafen gehen, also machte ich mir noch Kakao mit Keksen bevor ich zu Bett ging. Aber wenn ich zu spät schlafen gehe, schlafe ich unruhiger, muss aufs Klo, träume wirres Zeug. Die Konsequenz: Müdigkeit und Trägheit. Nicht aus dem Quark kommen halt. Mich selber nerven.

Ich müsste Telefonate erledigen, nichts dramatisches, aber ich habe keine Lust. Der Wäschekorb füllt sich wieder. Das Geschirr stapelt sich in der Küche. Das Arbeitszimmer ist noch nicht aufgeräumt. Ich bin immer noch müde. Ich bin genervt.

Das Mai-Blog-Projekt, Tag 22, Über den Schlaf

 

Heute Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen. Ich war früh im Bett, fand aber keine Ruhe. Später in der Nacht lag ich dann wieder wach. Das passiert mir öfter und ich weiß gar nicht warum. Es gibt nichts, über das ich grübeln würde. Ich bin einfach wach. Heute nacht bin ich dann auf unser Schlafsofa umgezogen und habe gelesen bis mir die Augen zugefallen sind. Aber gereicht hat der Schlaf dann nicht mehr. Es ist so ein himmwelweiter Unterschied zwischen meiner Verfassung wenn ich ausgeschlafen bin und dem leider viel zu häufigen dauermüden Zustand nach einer Nacht wie der letzten. Es ist nicht zu vergleichen mit der Müdigkeit nach einer mit einem Baby durchwachten Nacht, da war mir zum Teil am Morgen regelrecht kotzübel. Aber ausgeschlafen sein ist besser. Definitiv.

Schlaf ist so etwas wichtiges und eigentlich mag ich auch die ganzen Rituale, die damit verbunden sind, sowohl bei mir selbst als auch bei den Kindern, das sich Umziehen, das Zähneputzen, noch etwas (vor-)lesen, langsam zur Ruhe kommen und den Tag abschließen. Aber oft genug gelingt mir das nicht. Weil ich zu spät ins Bett gehe, weil ich zu spät noch was esse, weil ich auf dem Sofa einschlafe und dann wach im Bett liege.

Schlaf ist auch Vergessen, ist Trost, zumindest vorübergehend. Wenn der Tag blöd war, wenn es Streit gab, dann dauert es am nächsten Morgen einige Momente, bis ich mich daran erinnere. Dieser selige Zustand ohne Erinnerung an gestern dauert leider immer viel zu kurz. Manchmal ist am nächsten Tag wirklich alles besser, man hat ja drüber geschlafen, aber manchmal kommt​ alles mit Wucht zurück und nichts ist besser.

Für heute Abend nehme ich mir jedenfalls wieder vor, früher ins Bett zu gehen. Und wahrscheinlich werde ich es auch heute wieder nicht tun.