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Schlagwort: Haushalt

Ich bin genervt

Heute komme ich einfach nicht aus dem Quark. Gestern abend war Schulelternbeiratssitzung. Es wurde gewählt und gewählt und gewählt. Und über den Wahlmodus diskutiert. Im Schulgesetz nachgelesen. Ausgezählt, Ämter angenommen. Herzlichen Glückwunsch und auf gute Zusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren!

Einerseits ist es ja toll, dass es so viel Mitbestimmung in Schulen gibt: Elternabende, Elternbeiräte, Schulelternbeiräte, Stadtelternbeiräte, Fachkonferenzen, Schulkonferenzen – das ist jetzt nur die Elternseite. Aber so richtig transparent ist das Ganze ja doch nicht. Ich bin jetzt im vierten Jahr Elternbeirat und ich könnte immer noch nicht begründen, warum ich eine Person in ein Gremium wählen sollte und die andere nicht. Es werden die gewählt, die es machen wollen. Wirkliche Wahlen zwischen mehreren Kandidaten gibt es ja fast nie.

Die Wählerei zog sich gestern bis halb elf, um kurz vor elf war ich zu Hause. Und ich kann dann nicht sofort schlafen gehen, also machte ich mir noch Kakao mit Keksen bevor ich zu Bett ging. Aber wenn ich zu spät schlafen gehe, schlafe ich unruhiger, muss aufs Klo, träume wirres Zeug. Die Konsequenz: Müdigkeit und Trägheit. Nicht aus dem Quark kommen halt. Mich selber nerven.

Ich müsste Telefonate erledigen, nichts dramatisches, aber ich habe keine Lust. Der Wäschekorb füllt sich wieder. Das Geschirr stapelt sich in der Küche. Das Arbeitszimmer ist noch nicht aufgeräumt. Ich bin immer noch müde. Ich bin genervt.

Das Mai-Blog-Projekt, Tag 19, Über den Haushalt

So spät habe ich im Mai noch nie gebloggt. Es ist 21:45. Die Kinder sind im Bett bzw. in ihren Zimmern. Die Kleine hustet, hat sich wohl bei ihrem Papa angesteckt. Der ist auf dem Rückweg von einem beruflichen Termin, er sollte aber gleich da sein. Eben habe ich noch die Küche in Ordnung gebracht, den Boden gefegt. Früher, ohne Familie, wäre mir das im Traum nicht eingefallen, um diese Uhrzeit noch den Haushalt zu machen. Aber morgen vor dem Frühstück will ich das auch nicht mehr machen.

Hausarbeit ist für mich insgesamt mehr ein notwendiges Übel. Sie muss gemacht werden, sonst wird der Berg an Unerledigtem nur größer. (Bei uns gut ablesbar an der wachsenden Anzahl von Wäschekörben mit gewaschener aber noch nicht sortierter Wäsche.) Aber Hausarbeit ist nie wirklich geschafft und es wiederholt sich das immer gleiche.

Ein kurzer Augenblick des Triumphs ist für meinen Mann und mich der Anblick einer komplett leer gewaschenen Schmutzwäschetonne – bis 10 Minuten später die nächsten schmutzigen Kleidungsstücke drin liegen. Die müssen aber dann warten. Gewaschen wird erst wieder wenn die Tonne voll ist. Was für meinen Geschmack viel zu schnell wieder passiert. Ich will gar nicht wissen, wie viele Waschladungen ich schon seit den Kindern hatte und wie viele es noch werden.

Am liebsten koche und backe ich, obwohl ich grundsätzlich alle Zeitangaben in Rezepten um 50% überziehe. Ich bin einfach zu langsam. Aber meistens macht man den Anderen dann doch eine Freude mit dem, was man da fabriziert hat.

Aber jetzt ist der Mann da, Feierabend. Gute Nacht!