1000 Fragen an dich selbst – die ersten zwanzig

Johanna hat auf ihrem Blog Pink-e-pank das Heft mit “1000 Fragen an dich selbst” aus der Zeitschrift “Flow” vorgestellt und auch gleich die ersten zwanzig davon selbst beantwortet. Für sie war der Anlass dafür die Frage “Wer bin ICH eigentlich noch seit ich Mutter bin?” Wer bin ich noch angesichts der vielen Aufgaben, die Familie mit sich bringt und was sind eigentlich meine Bedürfnisse?

Meine Kinder sind zwar schon etwas älter als ihre, aber das Thema des ständigen Abwägens der Bedürfnisse ist immer noch aktuell. Aber auch unabhängig vom Thema Familie stehe ich gerade an einem Punkt, an dem ich mich frage, wer bin ich denn wirklich und was will ich? Deswegen habe ich mich entschlossen, nach und nach die 1000 Fragen zu beantworten, wie Johanna das auch vorhat. Sie will jede Woche 20 Fragen beantworten.  Wer sich diesem Vorhaben anschließt, kann die Antworten unter ihrem Beitrag verlinken.

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht? Ich habe einer bestimmten Person zum ersten Mal etwas Privates über mich erzählt.
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit meinem Mann, weil wir denselben schrägen Humor haben.
  3. Worauf verwendest du viel Zeit? Zur Zeit wirklich mit dem Internet, v.a. mit Twitter. Ich mag Twitter ja auch deswegen so gerne, weil da immer wieder interessante Artikel verlinkt werden und dann lese ich so was wie “Hygge is like Heroin”, Artikel über die Lage der SPD oder über Patriarchatskritik. Und und und.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Über so richtig blöde. Kostprobe? Die Polizeit hält einen Vampir auf dem Tandem an. “Hamse was getrunken?” “Nur zwei Radler.”
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Bei den meisten Menschen ja, es ist mir dann unangenehm, auf diese Art im Mittelpunkt zu stehen. Die eine Ausnahme ist wieder mein Mann.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Unverzichtbar ist mein morgendlicher Milchkaffe, dazu meistens Brot mit Marmelade oder Käse.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Heute morgen meinem Mann und meiner Tochter als sie aus dem Haus gegangen sind.
  8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter? Früher haben uns Anrufer immer am Telefon verwechselt, obwohl ich nicht finde, dass unsere Stimmen sich so ähnlich sind.
  9. Was machst du morgens als Erstes? Die Kinder wecken, den Frühstückstisch decken, frühstücken, die Kleine aufs losgehen zur Schule vorbereiten.
  10. Kannst du gut vorlesen? Wenn ich konzentriert bin ja, wenn nein lese ich wie eine Anfängerin, stolpere durch die Wörter, springe zwischen den Zeilen hin und her und verwechsele Namen. Trotzdem wollen meine Kinder immer noch vorgelesen bekommen, der Kleinen (7) lese ich gerade “Ostern im Möwenweg” vor, mit der Großen (13) lese ich Harry Potter 7. Alle anderen – außer Band 2 – habe ich ihr auch vorgelesen. Und die Tintentod-Trilogie, die Rico- und Oskar-Bücher, Astrid Lindgren, Erich Kästner …
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Das weiß ich wirklich nicht mehr.
  12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen? Sämtliche Bücher auf meiner Leseliste. Hat jemand so ca. 600€ für mich?
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Mehr Sendungsbewusstsein. Ich bewundere es manchmal schon fast, mit welchem Sendungsbewusstsein Menschen herumlaufen, die eigentlich gar nicht so viel auf dem Kasten haben. Aber vielleicht ist das dann ja auch nur Kompensation.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Keine spezielle, ich liebe gut gemachte Dokumentationen. Ach ja doch, Anthony Bourdain mag ich gerne. Er ist ja eigentlich Koch und seine Sendung hat auch damit angefangen, die Küche verschiedener Länder vorzustellen. Inzwischen ist sie deutlich politischer und so habe ich nicht nur etwas über die Küche im Kongo erfahren sondern auch über die politische Lage dort.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Im letzten Frühjahr waren wir hier in Frankfurt auf der Dippemess, das ist eher eine Kirmes als ein Vergnügungspark. Ich gehe da eigentlich nur wegen der Kinder hin, ich mache mir da nichts draus und ich bin auch äußerst ungern in großen Menschenmengen unterwegs.
  16. Wie alt möchtest du gern werden? 90, das ist doppelt so alt wie jetzt.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An den in Finnland, da war ich 10 und es war ein perfekter, skandinavisch-idyllischer Urlaub mit Wald, Seen, Mitternachtssonne, hachz!
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Als ob ich von der Welt verlassen worden wäre.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nein. Ich heiße Katrin und ich fand diesen Namen immer etwas ungewöhnlich, bis ich dann mal im Studium gleich zwei andere mit diesem Namen kennen lernte, die auch noch in einer WG zusammen wohnten. Dann ergaben sie so Situationen am Telefon wie “Hallo Katrin, hier ist Katrin, ich möchte gerne Katrin sprechen!” Allerdings werde ich ohne “h” in der Mitte geschrieben, dazu kommt noch mein Nachname, der auch mehrere Schreibweisen hat, also muss ich meinen Namen immer wieder erklären, obwohl er eigentlich ganz einfach ist. Ich mag auch die Bedeutung, “die Reine”, das hat für mich viel Verbindung zu den Themen Ehrlichkeit und Echtheit zu tun, damit “mit sich im reinen zu sein”.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Das tue ich leider ständig.

 

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